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Claudia Krieglsteiner

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2005-08-02

Eine Welt ohne Atomwaffen ist notwendig

Das "Niemals wieder" der AntifaschistInnen entwickelte sich auch zur Losung der Friedensbewegungen, die sich seit nun 60 Jahren für die Ächtung und Vernichtung von Atomwaffen einsetzen.

Wir scheinen weiter von diesem Ziel entfernt denn je:

Neue, scheinbar eher einsetzbare, weil in ihrer Wirkung genauer kalkulierbare Atomwaffen werden in den USA unter dem zynischen Begriff "Mini bombs" produziert. Die Staatsführung in Nordkorea droht mit ihren tatsächlichen oder vorgeblichen atomaren Potenzialen, in den Konflikten zwischen Indien und Pakistan wird immer wieder auch mit Atomwaffeneinsätzen spekuliert.

Die Abrüstungsschritte, die zu Beginn der 90er Jahre zwischen der NATO und den Nachfolge-Staaten der Sowjetunion vereinbart wurden, sind ins Stocken geraten, ja wurden als Thema von internationalen Verhandlungen fast ganz fallen gelassen.

Die Herrschenden in der Europäischen Union wollten mit der sogenannten EU-Verfassung nicht zuletzt zum militärischen "global player" auch auf dem Gebiet der atomaren Bewaffnung werden.

Wir lassen uns durch diese Entwicklungen aber nicht entmutigen, weil wir die anderen Tendenzen in unseren Gesellschaften nicht nur beobachten können, sondern aktiver Teil der globalen Gegen- und Alternativ-Bewegungen sind. Die EU-Verfassung ist in Frankreich an einem linken NEIN gescheitert. Und auch wenn neue Wege gesucht werden, um die dahinter stehenden Interessen zu verwirklichen: Nie zuvor waren Friedensbewegungen so global vernetzt wie heute. Die gemeinsame Anstrengungen innerhalb der Netzwerke der Sozialforen sind immer auch mit dem Engagement gegen Krieg und für gewaltfreie globale Beziehungen verbunden.

Eine andere Welt ist möglich. Eine Welt ohne Atomwaffen ist notwendig.