|
HEUTE | ||
2005-08-16 Videoüberwachung in Wien In Zukunft sollen alle neuen U-Bahn-Züge mit je 24 Kameras ausgestattet werden. Die Nachrüstung der alten U-Bahn Garnituren wird diskutiert, obwohl selbst die Verkehrsbetriebe zugeben, dass sowohl die Kosten als auch der Nutzen völlig unklar sind. Bürgermeister Häupl und die SPÖ-Stadtregierung setzen damit einmal mehr auf Populismus, denn Erfahrungen in anderen europäischen Städten haben eindrucksvoll bewiesen, dass mittels Videoüberwachung keine spürbare Verbesserung der Sicherheit oder eine Senkung der Gesamtkriminalitätsräte möglich ist.
Zurück nach Wien. Die Bilder der Videoüberwachung werden 48 Stunden gespeichert und dann gelöscht - sofern die gesetzlichen Auflagen eingehalten werden. Ziel der Wiener Linien ist es, so war es einem ORF-Online Bericht zu entnehmen, "dem Sicherheitsbedürfnis der Fahrgäste nachzukommen und Vandalismusschäden zu verringern." Eine seltsame Begründung, wo doch laut Angaben der Wiener Linien die Gesamtzahl der angezeigten Straftaten in den letzten Jahren drastisch zurückging. Im letzten Jahr wurden weit unter 2000 Anzeigen in den öffentlichen Verkehrsmitteln registriert - und dies bei etwa 700 Millionen transportierten Passagieren.
|