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2005-07-28
Wer keine Kampftechniken beherrscht, wird im Job das Nachsehen haben, sagt die Gründerin des "Instituts für Machtkompetenz" in Wien, Frau Christine Bauer-Jelinek in einem Interview mit dem Wirtschaftsblatt vom Samstag, den 23. Juli 2005; weiter im O-Ton: "Viele leben noch in ihrem alten Wertesystem und glauben, dass eine gute Qualifikation und hohe Sozialkompetenz Garantien für Erfolg und Karriere wären." Na so was Blödes auch! Wo doch "der Konkurrenzkampf wesentlich härter geworden ist - unter Firmen wie unter Mitarbeitern." Auf die Frage des Interviewers, welche "Überlebenschancen" denn jene "Mitarbeiter" hätten, "die es ohne Ellenbogentechnik versuchen", antwortet sie: "Das sind Gutmenschen, Idealisten, Phantasten, Sozialromantiker, Weltverbesserer ... Die Chancen auf wirtschaftliche Höhenflüge stehen für sie zur Zeit schlecht." Denn: "Wenn die friedlichen Formen der Macht (im Beruf) nicht ausreichen, dann bleibt nur noch der Kampf (...) Wir müssen lernen, jemandem einen Todesstoß zu versetzen." Der Interviewer, halblaut: "Das hört sich alles nach einem sehr brutalen Gemetzel an ..." Na und? "Das Gemetzel gibt es jetzt schon! 90 Prozent der Verhandlungen sind verdeckte Kämpfe. (...) In das Waffenrepertoire gehört alles wie Drohen, Tricksen, Angriffe auf persönlicher Ebene, Dinge in Aussicht stellen ..." Und wie nennt man das alles: einen "kultivierten Umgang mit der Macht" (O-Ton); denn der "ist dann gegeben, wenn Werkzeugkoffer und Waffenkammer gut bestückt sind." Undsoweiterundsofort.