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2005-03-28 Expropriiert die Expropriateure! Rund 6,4 Milliarden Menschen leben zur Zeit auf dem blauen Planeten, dessen Schönheit so oft beschworen wird. 800 Millionen Menschen leiden an chronischer Unterernährung, 800 Millionen Menschen haben keinen Zugang zu ärztlicher Versorgung, 1 Milliarde hat kein Dach überm Kopf, geschätzte 1,3 Milliarden Menschen müssen mit weniger als 1 US-$ pro Tag auskommen und tagtäglich sterben tausende Kinder in der Dritten Welt, weil sie über kein sauberes Trinkwasser verfügen [UNO 1999).Gleichzeitig konzentriert sich unglaublicher Reichtum in den Händen einiger weniger - 691 Milliardäre verfügen (laut US-Wirtschaftsmagazin ("Forbes") ) über die unvorstellbare Summe von 2,2 Billionen Dollar. Der reichste Mensch der Welt, Bill Gates, verfügt über ein Privatvermögen von 46,5 Millarden Dollar. Schon kleine Reformen wie z. B. die Tobin-Tax könnten Großes bewirken. Laut Berechnungen der UNO könnte das Problem der Trinkwasserversorgung weltweit gelöst werden, wenn die 200 reichsten Personen dieser Welt jährlich 1% ihres Reichtums abgeben würden. Und bei Abgabe eines weiteren Prozents an Reichtum könnte der Zugang zur Grundbildung für alle Menschen dieser Erde erreicht werden. Aber ist es nicht so, dass Gates, der Investor Warren Buffett, Ikea-Besitzer Ingvar Kamprad und die anderen Superreichen nur Symbolfiguren eines Wirtschaftssystems sind, das weltweit Hunger, Elend und Tod produziert? Wer seine Augen nicht verschließt, kann sich angesichts des unbeschreibbaren Leids nicht mit kosmetischen Korrekturen und Symptombekämpfung zufrieden geben. Es geht um die Veränderung jener Strukturen, die es Konzernen wie Micro$oft, Coca-Cola u. a. ermöglichen, jährlich Milliarden Dollar an Gewinnen einzufahren, während Millionen Männer, Frauen und Kinder im Trikont für Hungerlöhne schuften müssen, um überleben zu können. Expropriiert die Expropriateure! Ps.: Mit Copyright, Patentrechten und anderen "Tricks" versuchen die Big-Players der IT-Technologie (Mirco$oft und Konsorten) derzeit sich in die Lage zu versetzen, kontrollieren zu können, in welcher Art und Weise Millionen von Computerbenutzern ihre Informationen speichern, austauschen und verarbeiten. Auch diese Gefahr sollte nicht ignoriert werden. |