2005-04-17
Blauorange Farbverwerfungen
Eine illustre Runde diskutierte am vergangenen Montag im ORF Landesstudio Kärnten im Rahmen der Sendung "Streitkultur". Teilnehmer waren eine blauorange Mixtur von LR Freunschlag, Martin Strutz, Krimhild Trattnig und Andreas Mölzer. Wer dabei Klarheit über den politischen Frontverlauf erwartete, wurde enttäuscht. Der Anschein drängt sich auf, als ob dies nicht einmal den handelnden Akteuren ohne weiteres klar ist. Als Zuhörer kam man sich vor, wie als Zaungast bei einer schlecht vorbereiteten Scheidung, bei welcher alle möglichen Peinlichkeiten thematisiert werden, nur nicht substanzielle Fragen.
Noch einmal von Kärnten durchstarten, das sind laut Martin Strutz die Visionen von Landeshauptmann Jörg Haider. Krimhild Trattnig empfindet die Entwicklung "unerträglich". Die gleichen Blauen nun in Orange, das glaubt uns doch niemand. Und damit das Ausländerthema nicht ausgespart bleibt: Die Zahl der "Scheinasylanten" war noch nie so groß wie unter der FP Regierungsabeteiligung - so Krimhild Trattnig.
Freunschlag meint, den Proponenten der Alt-FPÖ interessiert doch nur die Frage, wie kommen sie zum Geld des Dr. Jörg Haider. Mölzer meinte zu diesem Vorwurf: "Auf die drei Millionen Euro Schulden können wir ganz gut verzichten - die Parteienförderung der Kärntner FPÖ ist bis 2014 bei der Hypo Bank verpfändet." Folgendes Argument von Andreas Mölzer sollte man sich allerdings merken: "Ein Schwerpunktthema für die Orangen werde laut Haider die Fragen und Folgen der Globalisierung werden. Wie glaubwürdig das ist, kann man davon ablesen, wie er sich an den sozusagen fleisch gewordenen Proponenten der Globalisierung - dem Chef des Magna Konzerns Stronach anbiedert."