2005-09-26
Eine Institution wird 50
Im Jahr der Jubiläen feiert sich auch eine österreichische Institution, die von Beginn an unter Ausschluss der Frauen stattfand.
50 Jahre Österreichisches Bundesheer wird uns heuer eine Parade am 26. Oktober am Ring eintragen, die nicht nur finanziell alle bisherigen Nationalfeiertags-Aktivitäten in den Schatten stellen wird.
Bemerkenswert ist, dass wir Frauen, obwohl uns ja seit ein paar Jahren auch die Möglichkeit eröffnet wurde, "mit der Waffe zu dienen", nach wie vor nur sehr spärlichen Gebrauch davon machen. Eventuell weil unser Bedarf an dienenden Tätigkeiten in anderen Bereichen vollständig gedeckt wird. Eventuell aber auch, weil wir in unserer Mehrheit finden, dass die Republik diese Veranstaltung einfach beenden könnte. 50 Jahre Bundesheer sind genug.
Die Alternative? Ein effizienter und entsprechend ausgerüsteter Katastrophenschutz, der im Lande und international einsetzbar ist, den gut bezahlte MitarbeiterInnen tragen (die ja, wenn's notwendig ist, durchaus von Freiwilligen unterstützt werden könnten), die know how und technische Geräte erwerben und sich auf der ganzen Welt einen Namen machen durch gelungene Rettungs-, Bergungs- und Aufräumeinsätze.
Sagen wird man's ja wohl noch dürfen � und mutmaßen, dass bei dieser "Truppe" dann auch viele qualifizierte Frauen mitmachen werden.
Und am Nationalfeiertag könnten am Wiener Heldenplatz � unter Beteiligung der Bevölkerung und Segenswünschen von Vertretern der katholischen Kirche � die Waffen, die dann ja ausgedient hätten, zu modernen Pflugscharen umgebaut werden.